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Cookies for the dog – wer backt denn für den Hund?

Es war einmal Sonntag nachmittags in einer kleinen Küche….. Ich hatte mich schon länger mit dem Gedanken befasst, dem Karl seine eigenen Kekse zu backen. Die Ausstechform wurde in der vergangenen Woche geliefert und Rezepte hatte ich auch schon organisiert. Und heute war dann der perfekte Tag dafür gekommen. Wer backt denn Hundekekse selber? Ich natürlich! Schon vor Jahren hatte ich eine Keksausstechform als Totenkopf organisiert um meinem Bruder das entsprechende Gebäck zu seinen Tätowierungen anbieten zu können. Wohl logisch das ich da auch beim Karl nicht halt mache. Und weil ich immer noch eine Schüppe drauf setzen muss, bekommt der Karl seine Kekse personalisiert. Ich bin ein großer Fan von individueller & personalisierter Ware. Jetzt weiß er wenigstens, dass es sein Keks ist. 🙂 Für diese Kekse habe ich das folgende Rezept genutzt:

  • Eine kleine Leberwurst
  • 250 Gramm Vollkorndinkelmehl
  • 1 Ei
  • Die Zutaten werden miteinander zu einem Mürbeteig verrührt. Kekse nach belieben ausstechen und vor dem Backen noch mehrmals mit einer Gabel einstechen. Im Backofen bei 200°C ca. 15-20 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. Die fertigen Kekse nicht in einer Dose verschließen sondern offen aufbewahren.

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Rezepten für Hundekekse. Eine kleine Auswahl gibt es HIER bei Vox. Wer nun auch Lust bekommen hat, seinem Vierbeiner eine Freude zu machen, dem wünsche ich gutes Gelingen und viel Spaß! Der Karl ist übrigens hin und weg von seinem Gebäck… Der hier gezeigte Teller wurde selbstverständlich von mir handbemalt, das Auge isst mit.

Karl cookies

Karl cookies

 

Jennie Karl

Happy Birthday Karl

Gestern war Karl´s Geburtstag! <3 Der kleine Mann ist drei geworden! Ja, ich bin eine von denen – von diesen Hundemenschen. Zusammenfassend: es gab ein Leben vor – und seit dem Hund. Den Gedanken einen Welpen zu holen hatte ich das erste mal nach einer Trennung vor einigen Jahren, er wurde aber genauso schnell wieder verworfen. Zu hoch der Aufwand, zu knapp die Zeit, zu groß die Umstände. Vor knapp drei Jahren  keimte dann der Gedanke wieder auf und die ehemaligen Gegenargumente waren…. verschwunden. Die Umsetzung – vom Gedanken bis zur Ausführung ging mir extrem schnell von der Hand. Vom Entschluss bis zur Tat verging gerade einmal eine Woche. Zeit genug, die Züchterin zu kontaktieren, zwei Bücher bei Amazon zu bestellen und zu lesen, die Grundausstattung zu organisieren und um eine Hündin abzuholen, die ich Käthe nennen wollte. Dachte ich. Ich kehrte heim mit einem kleinen schwarzen Rüden, taufte ihn Karl und verschenkte mein Herz. Unsere erste Nacht werde ich in meinem Leben nicht vergessen. Ich lag ich in meinem Jogginganzug (mein Buch riet mir: seien sie darauf vorbereitet, mehrmals pro Nacht mit dem Welpen nach draußen zu müssen) am Rande meines Bettes und… konnte nicht schlafen. Zu groß war meine Sorge um dieses kleine Bündelchen (er wog nur ein Kilo). Ich erwachte irgendwann – natürlich war ich eingeschlafen – und stellte fest, dass dieser Welpe die Nacht komplett verschlafen (durchgeschlafen) hatte. Und so begann dann unser Alltag mit vielen Überraschungen, Neuheiten und Veränderungen. Ich muss lachen, wenn ich daran denke, wie ich morgens um vier in der Eiseskälte mit kariertem Schlafanzug und übergeworfenen Parka um den Block gerannt bin mit flehender Stimme den Welpen zum “machen” animierend. Eine Woche hat es nur gedauert bis wir in der Hundeschule waren (der kleine Mann konnte verdammt fest zubeißen) – wir brauchten definitiv Hilfe. Ich stellte fest, dass das bis dahin von mir bevorzugte Schuhwerk nicht mehr around the clock passend war. War ich bis dato einen Großteil meiner Zeit auf hohen Hacken durchs Leben getanzt, verlangte der Kleine weitaus mehr Flexibilität und Tempo und ich war wieder back to the roots – Sneaker und die üblichen Verdächtigen. Der Karl war drei Tage bei mir als mir eine Nachbarin als Willkommensgeschenk eine Martin Rütter DVD schenkte. Den kannte ich bis dahin gar nicht. Kein Problem – kann man ja mal gucken. Hab ich auch gemacht. Und nicht verstanden. Egal, die DVD war schnell vergessen. Circa eineinhalb Monate später, der Karl und ich lagen auf dem Sofa, habe ich mir die DVD nur mal so wieder eingelegt. Und lachte. Und lachte. Und lachte. Dann ging mir auf: Scheiße, ich bin eine von denen geworden. Ich mache das genauso. Und Gott vergib mir, ich hatte sie bis dahin nie verstanden, diese Hundemenschen, die so bekloppt sind…. was die alles für Ihren Hund machen. Und ja, ich tue es auch. Alles. Nun ja fast. Fakt ist: ich kaufe ihm die tollsten Leckereien, ich schmeiße und robbe mich für ihn über den Boden (scheiß drauf, ob ich gerade in einem Hosenanzug nach Hause komme – nichts geht über diese sagenhafte Begrüßung). Und das unglaubliche ist: das hätte ich nie von mir gedacht. Neulich – Mädelsrunde – meinte ich zu meiner Freundin: Mensch, manchmal habe ich den Eindruck, ich bin richtig uncool geworden. Und fragte: was hat mich nur so weichgespült? In dem Moment ging Karl an uns vorbei. Sie grinste und zeigte auf ihn. Ohne Worte.