About Jennie Kaiser

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Posts by Jennie Kaiser:

Jeans Skirt part two

Jeans skirt part two – wenn´s mal wieder länger dauert..

Bereits im Sommer habe ich ja schon angekündigt, dass ich noch einiges an Ideen für Jeansröcke im Kopf habe. Manchmal entwickelt sich so ein Projekt während des Herstellungsprozesses und dauert länger als gedacht. Wie bei diesem Rock hier! Es ist mein erstes Stück bei dem ich keinen vorgefertigten Schnitt benutzt habe. Als Grundlage hat mir mein Lederrock gedient. Dieser hat mir so gut gefallen, dass ich beschlossen habe, ihn aus Jeans nachzunähen. Kann man ja mal machen und so hab ich mir kurzerhand selber einen Schnitt erstellt und mir ein Saturdaynightsewing verordnet. Mit dieser einen Nacht war es selbstverständlich nicht getan, denn nachdem ich das Grundgerüst fertig genäht hatte und meine erste Anprobe vollführte war ich ehrlich enttäuscht. So toll der Rock aus Leder auch ausschaut und so sehr ich den ehrlich liebe, so uninteressant wirkte er aus Jeans. So sah ich mich gezwungen, meinen Gedankenprozess noch einmal neu aufzurollen und zu überlegen, womit ich hier eine wirkungsvollere Optik gestalten könnte und “mehr” Jeans, Volumen und Stand in den Rock zu bringen. Gut Ding will ja Weile haben. Ich habe alle Schnittteile noch ein zweites mal zugeschnitten, zusätzliche Volumenfalten erstellt und dem Rock eine zweite Schicht verpasst. Dieser Prozess und das Ausprobieren haben mich natürlich mehr als eine Nacht gekostet, aber: jetzt “steht” der Rock – im wahrsten Sinne des Wortes, denn durch die beiden Lagen, die teilweise eingenähten Falten konnte ich die “Steifigkeit” erhöhen und mehr Volumen erzielen. Für diesen Rock habe ich übrigens 1,5 Herrenjeans verarbeitet. Wer mehr Informationen zu diesem Projekt möchte, kann mich sehr gerne anschreiben. Die schönen Fotos hat meine liebe Sonja Maschkio (Kontakt: HIER) von mir gemacht. Und somit gelobe ich das Ende der Jeansröcke (für dieses Jahr) – passe mich der Jahreszeit an und bin ab sofort mit wintertauglichen Projekten beschäftigt. Mehr dazu… Kommt ganz bald! Hier noch ein paar Bilder zum Rock:

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autumn crush lala berlin

Autumn crush – ich hänge an der Nadel

Autumn crush! Es ist jedes Jahr das gleiche mit mir, zum Ende des Sommers… warte ich auf den Herbst. Yes, ich bin verknallt in den Herbst. Und yeah, jetzt ist er da! 🙂 So mancher wird mich an dieser Stelle nicht verstehen können… Aber: der Herbst ist für mich eine ganz besondere Jahreszeit. Nicht nur der anstehende Saisonwechsel, neue Kollektionen, Farben und Formen, sondern auch neue Materialien & Zusammensetzungen kommen ins Spiel! Und: ich hänge wieder an der Nadel! Während ich im Sommer so gut wie gar nicht stricke, kann ich im Herbst das Erscheinen der neuen Magazine nicht erwarten und die Bill Cosby Show und Sex and the City plätschern hier so fröhlich vor sich hin… (auch wenn ich sie mittlerweile auswendig kenne). Die ersten Filati Hefte kamen bereits im August, sodass ich seitdem das Geschehen mit Spannung verfolge…. Den hier gezeigten Pullover habe ich bereits vor drei Jahren gestrickt. Die Anleitung ist eine Kooperation von Lala Berlin mit Lana Grossa. Leider gibt es diese als Komplettpaket mit Wolle und Anleitung nicht mehr zu kaufen. Die Anleitung hierfür könnt ihr aber im Lana Grossa Design Spezial no.1 HIER finden. Der Pullover wird aus Lana Grossa Superbaby und Lana Grossa Lace Pailettes gestrickt. Ich habe damals auf die Pailetten verzichtet, was ich heute nicht mehr machen würde. Grund genug eventuell ein zweites Exemplar zu stricken? Ja! Aber… noch nicht sofort. Weil: Ende letzter Woche hat Lala Berlin die “Woody and Wild” Kollektion gelauncht – eine weitere Kooperation mit Lana Grossa! Ich war direkt aus dem Häuschen, mein Wollpaket ist Anfang der Woche eingetroffen und – meine Nadeln glühen! Aktuelles Objekt meiner Begierde: Jumper Nikou Light! ..und der wird wahrscheinlich noch gefolgt von weiteren.. Wer noch nicht strickt, dem ich kann ich das nur wärmstens ans Herz legen. Erstens ist es leichter als man denkt, und zweitens wirkt es wunderbar entspannend. Ich habe als kleines Mädchen mit sechs Jahren stricken gelernt. Nachdem ich dann ca. 20 Jahre nur Schals produziert habe, bin ich erst 2009 auf die Idee gekommen, entsprechende Kurse zu besuchen und meine Fähigkeiten auszubauen. Bereits das erste Projekt war ein voller Erfolg und das Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen ist einfach einmalig!

Ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist der Rock, den ich im Juni aus einer abgelegten Herrenjeans genäht habe. Siehe auch Artikel Jeans Skirt Part one. Und last but not least: vielen lieben Dank meiner Sonja Maschkio (Kirchhoff Fotografie) für die schönen Fotos.

autumn crush 2

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autumn crush 3

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autumn crush 4

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autumn crush 5

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Styleyourselfbazaar Skirt

Harpers Bazaar – Styling Wettbewerb – #styleyourselfbazaar

Letzten Monat bei meiner Magazinleseorgie und dem Schwelgen in den Seiten meiner üblichen Lieblinge bekam ich fast Schnappatmung. Grund: Hapers Bazaar rief zum Stylingwettbewerb mit Magazin auf! Mein Puls stieg schlagartig und mein Herzschlag beschleunigte sich. Eine Idee war schnell geboren, Mitwisser wurden eingeweiht und die Organisation kam in Gange…..  🙂 Und nun: präsentiere ich mein Ergebnis! Der Faltenrock aus der neuen Burda 9/2016 ( Schnitt: 121 B) (oder online HIER) stand sowieso auf meiner to-do-Liste, nun hatte ich einen ganz wichtigen Grund schnell zu sein. Zusätzlich noch ein paar weitere Informationen: ich habe vier Herrenjeans für diesen Rock zerschnitten, 16 obere Falten und 14 untere verwendet. Drei Tage bei über 30°C im windstillen Garten im Schweiße meines Angesichtes geschnitten und genäht. Zusätzlich noch einiges an Farbkopien für meine Rockaufkleber verbraten. Den Aufruf Style Dich selber mit Harpers Bazaar habe ich hiermit sehr wörtlich genommen. Die liebe Sonja hat über 60 Fotos von mir (mit ihrer engelsgleichen Geduld) geschossen um anschließend wenigstens auf eins zu kommen. Das Ergebnis: wir haben über 60 tolle Fotos, eins habe ich eingeschickt, eine kleine Auswahl präsentiere ich euch hier. Als ich nun, eine Woche später noch einmal die Fotos begutachtet habe, musste ich vor allem eins: mal wieder ganz herzlich über mich selber und meine Idee lachen. Mein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle an Sonja: dafür, dass Du mich unterstützt hast, für Deine Geduld und Fähigkeit das Beste aus mir herauszuholen & für das Einfangen der schönen Erinnerungen und Momente. Egal was kommt: an dieses Projekt werde ich noch ganz lange denken. Und nun: wünsche ich mir selber viel Glück – lach…. 🙂

UPDATE 26.09.2016: Ich durfte mich bei diesem Wettbewerb über den zweiten Platz freuen. Mehr zu den Gewinnern und den Fotos erfahrt ihr HIER.

 

.Styleyourself Bazaar Skirt 1

Styleyourself Bazaar Skirt 2

Styleyourself Bazaar Skirt 3

Styleyourself Bazaar Skirt 4

Styleyourself Bazaar Skirt 5

Styleyourself Bazaar Skirt 6

Je suis bad

denim upgrade – wie bin ich?

Als ich neulich auf einen Plausch mit meinem Bruder zusammen gesessen habe, stellte ich ihm die Frage, welche Adjektive mich gut beschreiben würden. Ich erntete einen erstaunten Blick gepaart mit rollenden Augen. Ich war auf der Suche nach einer neuen Tattoo Idee und versprach mir von der Antwort Ergebnisse auf die ich selber nicht kommen würde. Besagter Herr ist ein lebendes Gesamtkunstwerk und stellt eine Vielzahl von Ideen auf seiner Haut zur Schau. Und er enttäuschte mich nicht: …kompliziert, anstrengend, …. bemerkte er grinsend. Das war selbstverständlich nicht das was ich mir so unter einer guten Antwort vorgestellt hatte. Also überlegte ich selber. Je suis…. Das “Je suis” (Je suis sick of this shit) verfolgt mich in meinen Gedanken schon seit einiger Zeit. Ich habe schon begonnen, den Satz auf einem Tshirt (Ergebnis folgt) umzusetzen und ich liebe mein goldenes Armband mit eben dieser Gravur. Da die vorgeschlagenen Adjektive meines Bruder allesamt negativ behaftet sind, bestickte ich kurzerhand meine Jeansjacke mit der Aufschrift Je suis bad. Das trifft es vielleicht….auf jeden Fall trifft es meine Gedanken bezüglich der Antwort des eben genannten Familienmitgliedes. Meinem Bruder schlug ich folgende Tattooidee vor: Eine Aufschrift von der Schulter bis zum Zeigefinger mit den Worten: My brother says I am complicated. Damit habe ich zumindest einen Lacher geerntet und das Angebot bekommen: Jennie, wenn Du das machst, beteilige ich mich und bezahle Dir jedes zweite Wort! 🙂 Wie verlockend. Mir ist aufgegangen: Je suis everything I want.

Je suis bad 1

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Je suis bad 3

Je suis bad 3

Je suis bad 4

Je suis bad 4

Je suis bad 2

Je suis bad 2

dogcookies

Cookies for the dog – wer backt denn für den Hund?

Es war einmal Sonntag nachmittags in einer kleinen Küche….. Ich hatte mich schon länger mit dem Gedanken befasst, dem Karl seine eigenen Kekse zu backen. Die Ausstechform wurde in der vergangenen Woche geliefert und Rezepte hatte ich auch schon organisiert. Und heute war dann der perfekte Tag dafür gekommen. Wer backt denn Hundekekse selber? Ich natürlich! Schon vor Jahren hatte ich eine Keksausstechform als Totenkopf organisiert um meinem Bruder das entsprechende Gebäck zu seinen Tätowierungen anbieten zu können. Wohl logisch das ich da auch beim Karl nicht halt mache. Und weil ich immer noch eine Schüppe drauf setzen muss, bekommt der Karl seine Kekse personalisiert. Ich bin ein großer Fan von individueller & personalisierter Ware. Jetzt weiß er wenigstens, dass es sein Keks ist. 🙂 Für diese Kekse habe ich das folgende Rezept genutzt:

  • Eine kleine Leberwurst
  • 250 Gramm Vollkorndinkelmehl
  • 1 Ei
  • Die Zutaten werden miteinander zu einem Mürbeteig verrührt. Kekse nach belieben ausstechen und vor dem Backen noch mehrmals mit einer Gabel einstechen. Im Backofen bei 200°C ca. 15-20 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. Die fertigen Kekse nicht in einer Dose verschließen sondern offen aufbewahren.

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Rezepten für Hundekekse. Eine kleine Auswahl gibt es HIER bei Vox. Wer nun auch Lust bekommen hat, seinem Vierbeiner eine Freude zu machen, dem wünsche ich gutes Gelingen und viel Spaß! Der Karl ist übrigens hin und weg von seinem Gebäck… Der hier gezeigte Teller wurde selbstverständlich von mir handbemalt, das Auge isst mit.

Karl cookies

Karl cookies

 

Boyfriend Jeans rosa

Reduce the wardrobe – Magic Cleaning

Nachdem ich in so vielen Portalen über “Magic Cleaning” (Buch: HIER) gelesen hatte, wollte ich es endlich selber wissen. Das Buch war und ist in aller Munde, Grund genug herauszufinden, was es mit dem Hype auf sich hat. Artikel dazu habe ich immer mal wieder, z. B. bei thisisjanewayne (HIER) und Amazedmag (HIER) gefunden. Da ich Herrscherin des kreativen Chaos bin konnte ein Versuch nicht schaden. Also zackig bestellt und mit der Lektüre einen gemütlichen Gartentag verbracht. Dieser endete damit, dass ich direkt mal ein paar alte Zeitschriftenstapel entsorgt hab. Und natürlich weiter entmiste. Ich war ja von der Idee, sich mit dem eigenen Schrankinhalt genauer zu beschäftigen, auszusortieren und ausbessern zu lassen sowie schon ganz hingerissen. Magic Cleaning geht noch eine Stufe weiter – hier wird rigoroser ausgemistet, aufgeräumt – der Kleiderschrank – bzw. die ganze Wohnung gedetoxed. Ein Buch über das Aussortieren & Aufräumen? YES! Das Buch hat mich gefangen. Interessant fand ich die Aussage: wenn der ganze Inhalt des Kleiderschrankes einer Frau auf dem Boden liegt und sie nur noch das behalten darf was sie liebt- reduziert sich der Inhalt auf circa ein Viertel des ursprünglichen Volumens. Diese Aussage hat mich ehrlich nachdenklich und auch ein bisschen traurig gemacht, gehör(t)e ja auch ich selber zu den Jägerinnen & Sammlerinnen. Aber wenn ich ehrlich mit mir bin, stimmt die Aussage leider. Und ich war auch ein bißchen peinlich berührt….wurde mir doch auch mein eigenes Verhalten vorgeführt…  Dennoch: Motivation pur! So detoxe auch ich derzeit fröhlich vor mich hin. Allerdings gebe ich mir zusätzliche Hausaufgaben: wie müsste dieses Kleidungsstück sein damit ich es liebe – ist es möglich es zu ändern oder etwas neues daraus zu machen? Was darf sowieso bleiben? Langlebige Klassiker in neuralen Farben – schwarz, weiß, grau (wie raffiniert – lach). Aber was muss gehen? Emotionale Fehlkäufe die lediglich einer Laune entsprungen sind und den Sprung aus dem Schrank nie geschafft haben. Immer natürlich mit der vorherigen Überlegung: was könnte es noch sein, was könnte es werden. Auf diese Art und Weise dauert das natürlich etwas länger.. Was hat das mit diesem Foto zu tun? Ganz einfach. Die rosa destroyed Boyfriendjeans war definitiv ein emotionaler Fehlkauf. Wie ich sie weiter verwenden soll weiß ich leider noch nicht. Mir stellt sich die Frage, wie man dem Rosa die Lieblichkeit nimmt. Hat jemand eine Idee oder Aufgabe für mich? Wer sich jetzt fragt, was das für ein Hintergrund ist – das Graffiti ist ein Überbleibsel aus meiner Jugend, selbstverständlich selbstgemacht (an dieser Stelle: Danke lieber Papa für Deine Geduld 🙂 ).

Jennie Karl

Happy Birthday Karl

Gestern war Karl´s Geburtstag! <3 Der kleine Mann ist drei geworden! Ja, ich bin eine von denen – von diesen Hundemenschen. Zusammenfassend: es gab ein Leben vor – und seit dem Hund. Den Gedanken einen Welpen zu holen hatte ich das erste mal nach einer Trennung vor einigen Jahren, er wurde aber genauso schnell wieder verworfen. Zu hoch der Aufwand, zu knapp die Zeit, zu groß die Umstände. Vor knapp drei Jahren  keimte dann der Gedanke wieder auf und die ehemaligen Gegenargumente waren…. verschwunden. Die Umsetzung – vom Gedanken bis zur Ausführung ging mir extrem schnell von der Hand. Vom Entschluss bis zur Tat verging gerade einmal eine Woche. Zeit genug, die Züchterin zu kontaktieren, zwei Bücher bei Amazon zu bestellen und zu lesen, die Grundausstattung zu organisieren und um eine Hündin abzuholen, die ich Käthe nennen wollte. Dachte ich. Ich kehrte heim mit einem kleinen schwarzen Rüden, taufte ihn Karl und verschenkte mein Herz. Unsere erste Nacht werde ich in meinem Leben nicht vergessen. Ich lag ich in meinem Jogginganzug (mein Buch riet mir: seien sie darauf vorbereitet, mehrmals pro Nacht mit dem Welpen nach draußen zu müssen) am Rande meines Bettes und… konnte nicht schlafen. Zu groß war meine Sorge um dieses kleine Bündelchen (er wog nur ein Kilo). Ich erwachte irgendwann – natürlich war ich eingeschlafen – und stellte fest, dass dieser Welpe die Nacht komplett verschlafen (durchgeschlafen) hatte. Und so begann dann unser Alltag mit vielen Überraschungen, Neuheiten und Veränderungen. Ich muss lachen, wenn ich daran denke, wie ich morgens um vier in der Eiseskälte mit kariertem Schlafanzug und übergeworfenen Parka um den Block gerannt bin mit flehender Stimme den Welpen zum “machen” animierend. Eine Woche hat es nur gedauert bis wir in der Hundeschule waren (der kleine Mann konnte verdammt fest zubeißen) – wir brauchten definitiv Hilfe. Ich stellte fest, dass das bis dahin von mir bevorzugte Schuhwerk nicht mehr around the clock passend war. War ich bis dato einen Großteil meiner Zeit auf hohen Hacken durchs Leben getanzt, verlangte der Kleine weitaus mehr Flexibilität und Tempo und ich war wieder back to the roots – Sneaker und die üblichen Verdächtigen. Der Karl war drei Tage bei mir als mir eine Nachbarin als Willkommensgeschenk eine Martin Rütter DVD schenkte. Den kannte ich bis dahin gar nicht. Kein Problem – kann man ja mal gucken. Hab ich auch gemacht. Und nicht verstanden. Egal, die DVD war schnell vergessen. Circa eineinhalb Monate später, der Karl und ich lagen auf dem Sofa, habe ich mir die DVD nur mal so wieder eingelegt. Und lachte. Und lachte. Und lachte. Dann ging mir auf: Scheiße, ich bin eine von denen geworden. Ich mache das genauso. Und Gott vergib mir, ich hatte sie bis dahin nie verstanden, diese Hundemenschen, die so bekloppt sind…. was die alles für Ihren Hund machen. Und ja, ich tue es auch. Alles. Nun ja fast. Fakt ist: ich kaufe ihm die tollsten Leckereien, ich schmeiße und robbe mich für ihn über den Boden (scheiß drauf, ob ich gerade in einem Hosenanzug nach Hause komme – nichts geht über diese sagenhafte Begrüßung). Und das unglaubliche ist: das hätte ich nie von mir gedacht. Neulich – Mädelsrunde – meinte ich zu meiner Freundin: Mensch, manchmal habe ich den Eindruck, ich bin richtig uncool geworden. Und fragte: was hat mich nur so weichgespült? In dem Moment ging Karl an uns vorbei. Sie grinste und zeigte auf ihn. Ohne Worte.

Jutebeutel Upcycling

Jutebeutel – make this love immortal

Ich bin eine der besten Freundinnen des Jutebeutels. Gans besonders wenn es darum geht Einkäufe sicher nach Hause zu transportieren. Wenn es sich dann noch um ein besonderes Exemplar handelt, ein Give-a-away einer Veranstaltung, ein Erinnerungsstück zu einem besonderen Anlass oder eine Aufmerksamkeit von einem lieben Menschen, dann hüpft mein Herz in ungeahnte Höhen. Dieses schöne Exemplar hier lag eines Tages als Überraschung bei einem Päckchen von Shoescribe bei. Viel zu schön und zu schade um es ungenutzt zu lassen. I love the print! Jenseits meiner Vorliebe für schöne Sachen gibt es aber auch einen Teil in mir, der ein großer Fan von praktischen Gebrauchsgegenständen ist und sich auf diese verlassen möchte. Schöne Optik ist sehr fein, leider völlig nutzlos wenn meine praktischen Erfordernisse nicht befriedigt werden können (was den Jutebeutel angeht, definitiv). Von daher war ich oft traurig, dass das Gewicht meiner Einkäufe viel zu hoch für das Material des Beutels war. Wer möchte mit gerissenem Beutel auf der Straße stehen und Einkäufe von der Straße aufsammeln? Eben. Ich hab mir daher angewöhnt, diese (besonders schöne Exemplare) mit Jeans zu verstärken. Für meine Erfordernisse schlage ich damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: die Grundoptik des Beutels bleibt erhalten, die Stabilisierung wird erhöht und eine alte Jeans weiter verwertet und verwendet. YES! Und weil ich unbedingt ein tolles Foto machen wollte, gibt es heute Ananas zu essen…. 🙂

Summer Shirt Front

the transformation – from blouse to summer shirt

Im Zuge meines Magic Cleanings (Buchtipp – HIER) knüpfe ich mir gerade einige ungeliebte oder auch kaum genutzte Stücke vor, um diese neu aufzuarbeiten. So kam dann auch Tag X für meine Jeanstunika, eine längere Bluse, die mir aufgrund ihres geblümten Kragens nicht mehr so richtig in den Kram passte. Der Plan war eigentlich ein offenkantiges, längeres Tank-Top entstehen zu lassen. Wer allerdings meint, dass das eine gute Idee für Freitag in der Nacht bei ein bis zwei Gläsern Rotwein ist, ist auf dem falschen Pfad. Wie ich zum Beispiel. Ich trennte fröhlich und gut gelaunt bei Wein und Musik vor mich hin um dann noch die phänomenale Idee zu bekommen, besagtes Stück Probe zu tragen um sofort bessere Anpassungen vornehmen zu können. Da die Nähte allesamt nicht gesichert waren und ich die Einlagen schon entfernt hatte, hat sich das ganz Projekt mit einem lauten “Reißen” schnell verarbschiedet und die Bluse war dahin. Lektion gelernt, ziemlich schmerzhaft. Ich habe dann überlegt, einen Rock aus dem Shirt zu machen. Leider war mir ziemlich schnell klar, dass dieser gar nicht meins wäre…. Also weiter überlegt. Und die Hälfte der Bluse abgeschnitten. Über der Brust gerafft und die gerafften Bänder als Träger genutzt, Reißverschluss eingesetzt und VOILÀ!!! Ach so, außerdem hab ich es verkehrt herum angezogen. Passt perfekt – jetzt kann die Hitze kommen!

Summer Shirt Back

Summer Shirt Back

black summer dress

The summerdress – easy & black

Manchmal braucht es nicht viel für ein tolles Kleid in dem man sich angezogen fühlt, aber auch gleichzeitig leicht bekleidet genug ist um tropischen Temperaturen zu trotzen. Mein Kleid hier schafft den Spagat zwischen lang und kurz mühelos. Der Schnitt ist einfach gehalten, der Effekt hier wird durch den Stoff erzielt: ein Jersey mit aufgenähten Volants – so wirkt der schlichte Schnitt um einiges interessanter ohne ein zu auffälliges Muster zu benötigen. Zweifelsohne ist dieses entspannte Kleid für mich ein Begleiter, der mich einige Sommer lang begleiten darf. Ich überlege sogar, ob ich noch einen weißen Zwilling nähe… aus einem anderen Material. Weiß wäre eine Premiere für mich – denn wer mich kennt – Jennie is a black one. Das Kleid ist der perfekte Beweis, das es nicht viel an Raffinesse braucht, sondern einfach nur einen schönen Schnitt und das weniger im Endeffekt doch mehr ist. Wer schon immer einmal selber etwas nähen wollte, sich aber bisher nicht gewagt hat, für den ist dieses Kleid das ideale Einsteigerprojekt: es besteht lediglich aus Vorder- und Rückenteil zuzüglich Schrägbändern für Hals- und Armausschnitte. Somit wird der Geduldsfaden nicht überspannt und die Erfolgsgarantie ist garantiert. Den Schnitt dazu findet Ihr HIER.